… mit Sicherheit gut beraten

Kleine Reihe Gartengestaltung

Gartenplanung – Anleitung fürs Selbermachen

Gartenplanung – Anleitung fürs Selbermachen

Schritt für Schritt selbst umgesetzt

Ein Leitfaden mit Kurzanleitung 🙂

 

1. Schritt: Der Bestandsplan

Kleiner schmaler Garten

Kleiner Reihen- Hausgarten in Freiburg-Tiengen

Der Bestandsplan ist die Grundlage aller weiteren Planungsschritte. Am Besten ist ein Grundriss des Bauplanes des Hauses und des Grundstückes geeignet. Wählen Sie einen Maßstab wie M 1:100 oder M 1:50 aus. Stellen Sie im Garten fest, was wo vorhanden ist und erhalten bleiben soll. Zeichnen sie auch die Himmelsrichtungen ein, das gibt Klarheit über Sonne, Wetterseite etc.

2. Schritt: Den Garten Bestand aufmessen

Das geht am besten zu Zweit. Sie benötigen dazu Bandmaß, Stäbe, Schnur, Zollstock. Auf einer festen Unterlage werden die Maße in den Bestandsplan eingetragen. Tipp: Mit einer Grundlinie (orientiert und verlängert an einer Hausflucht) können Sie rechtwinklig alle Objekte einmeßen. Den Bestandsplan dann am Zeichentisch vervollständigen und beschriften.

3. Schritt: Ideen sammeln und skizzieren

Legen Sie ein transparentes Zeichen-Papier über Ihren Bestandsplan und zeichnen Sie ein, was Sie im Garten wo alles haben wollen. Probieren Sie viele Varianten aus. In dieser kreativen Phase ist alles erlaubt. Markieren Sie sich im Plan auch wichtige Wege und Blickachsen.

4. Schritt: Formen finden, den Stil anlegen

Sitzen im Garten. Klinkerpflaster erzeugt den besonderen Flair

Kleiner Sitzplatz am Wintergarten. Klinker als Platzbelag

Entscheiden Sie sich für eine grobe Stilrichtung. Das können klare Linien und Räume sein, wie auch geschwungene Formen und Rundungen. Beides hat Auswirkungen auf das Räumliche Empfinden. Gerade Linien lassen das Grundstück größer werden, Kurven kaschieren die schmale Form.

5. Schritt: Der Entwurf. So soll es werden.

Spielen Sie Ihre bisher gemachten Ideen nochmals durch. Durch probieren und vergleichen entwickelt sich die beste Idee heraus und nimmt Gestalt an. Zeichnen Sie auf einem Transparentpapier über Ihren Ideenskizzen den Entwurf durch.

6. Schritt: Materialien festlegen

In einem Werkplan werden die Größe, das Material und die Verlegung präzise dargestellt. Der Plan verschafft einen Überblick über alle anfallenden Arbeiten und dient als Grundlage für die Angebotseinholung und als Arbeitsanweisung für den ausführenden Betrieb.

7. Schritt: Pflanzplanung

Machen Sie sich Listen mit Pflanzen die Sie gerne im Garten hätten und zum Stil passen könnten. Sortieren Sie diese nach Prioritäten. z.B. Leitpflanzen wie Solitäre und Bäume, Begleitgehölze, Solitärstauden, Bodendecker, Zwiebelpflanzen etc. Planen Sie zuerst die Leitpflanzen, dann die Begleitgehölze etc. ein. Studieren Sie die Pflanzenbeschreibungen und Gemeinschaften und vergleichen diese miteinander. Gehen Sie mit Ihrem Plan und der Liste in eine Baumschule und lassen sich zu Größe und Qualitäten beraten.

Schöner Gartensitzplatz mit viel Grün in Kirchzarte - Zarten

Ruhiger, schöner Gartensitzplatz mit Kräuterspirale und stimmungsvoller Bepflanzung

Wenn Sie gleich, ohne Umwege, einen …richtig schönen Garten wollen, dann lehnen Sie sich jetzt zurück und überlassen dem Gartenplaner die Arbeit. Als Gartenarchitekt gestaltet er Schritt für Schritt Ihren Traum vom Garten. Professionell, kreativ, zuverlässig und vielfach von Kunden empfohlen.

Herzliche Grüße                                                                       Helmut Lamprecht- Gartenplaner

Gartenplanung Dreidimensional? Was bringt das dem Kunden und dem Gartenarchitekten?

Gartenplanung Dreidimensional – Meine persönliche Einschätzung zu Gartenplanung in 3D

Gartenplanung Dreidimensional – Gartenpläne in 3D. Nicht immer ist alles nötig was machbar ist und das gilt nicht nur im Garten sondern auch sonst im Leben. Seit tausenden Jahren wird in 2D geplant und erfolgreich gebaut. Jedoch ist die Arbeit mit 3D-CAD ein wirklich erstklassiges Werkzeug in einer technisch hochentwickelten Welt mit großen und weitreichenden Vorteilen für den Verbraucher und den Gartenarchitekten. Bei mir persönlich kommt noch der Spaß am Lernen und benutzen der Technik und die erweiterten Möglichkeiten für meine Arbeit hinzu. Es ist einfach ein großer Vorteil Kunden visuell und realistisch vorher den Garten in seinen Nuancen und Schönheiten zeigen zu können.

Welchen Nutzen haben die Kunden von Gartenplänen in 3D?

Der Zauber für dem Gartenkunden liegt in der Einfachheit den Garten in seiner zukünftigen Gesamtwirkung wie auch im Detail räumlich und realistisch erleben zu können.

3D Gartenplanung Helmut Lamprecht

Blick in den neuen Terrassengarten mit Sichtschutzwänden und Brunnen

Dabei ist jede Garten-Perspektive aus jeder Richtung genauso möglich wie ein kleiner Spaziergang durch den Garten. Auch Licht und Schatten zu jeder Tageszeit lassen sich darstellen und überprüfen. Allerdings hat hier der Gartenplaner die Aufgabe die Vorstellung der Bilder zwar plastisch aber doch noch in einem gewissen Maße abstrakt, weich und nicht zu realistisch zu halten. Schließlich zeigt die 3D-Darstellung eine Idee des Gartens in der Zukunft und in einem fiktiven fertigen Endzustand, der erst in einigen Jahre erreicht ist (das gilt besonders für Pflanzen). Der wichtigste Vorteil liegt in der Möglichkeit die Ideen des Gartenarchitekten besser zu verstehen und in diesem frühen Stadium prüfen, mit sprechen und korrigieren zu können. Und hier gilt die alte Weisheit: Wo ein wohl ausgedachter Plan ist, führt der Weg ganz sicher zum gewünschten Ziel. *

 

Welchen Nutzen haben die Gartenplaner von Gartenplänen in 3D?

3D Gartenplanung Helmut Lamprecht

Blick in den neuen hinteren Wohngarten mit Sichtschutzwänden und Brunnen

Für mich als Gartenplaner ist die 3D Software eine wunderbare Möglichkeit die vielen Ideen, Inspirationen und Vorstellungen in meinen Gartengestaltungen für den Gartenkunden eindrücklich und transparent darzustellen und erleben zu lassen. Vieles ist „sozusagen“ sich Selbst erklärend. Und das wichtigste für mich: Meine Ideen und Lösungen lassen sich für mich selbst

Gartenarchitekt Helmut Lamprecht

Neugestaltung von Haus und Garten. Ansicht von rechts oben. Komplettansicht

überprüfen und ggf. ändern und verbessern. Auch Schnitte durch den Garten sind quasi als Nebenprodukt ganz schnell zu erstellen. Mengen und Massen für eine Ausschreibung oder Kostenschätzung sind schnell eruiert. Im Verkauf bringt mir das 3D-Gartenplanen natürlich Vorteile, da sich Kompetenz, Qualität und Zusatznutzen für den Gartenkunden klar von den z. T. handgezeichneten Plänen im einfacheren 2D unterscheiden. Den eigenen Garten vorab in 3D erleben zu dürfen ist sicher noch lange Zeit etwas Besonderes und garantiert nicht an jeder Ecke zu bekommen.

 

Grundlage für eine solide Gartenplanung ist die CAD-Software.

Gartengestaltung Helmut Lamprecht

3D Ansicht von Linksoben. Umgestaltung eines Parkplatzhofes in einen Terassengarten

Hier setze ich Vectorworks Landschaft in der Version 2016 ein**. Das Programm ist eine Art Wundermaschine. Gewachsen und permanent weiterentwickelt, wird sie Weltweit von Architekten, Landschaftsarchitekten, Lichtplanern und im Messebau etc. verwendet. Vectorworks liegt hier klar vorne bei 3D-CAD Software und beim BIM , der Zukunft in der Bauplanung***.
Natürlich wird es 3D-Gartenplänen im Garten- und Landschaftsbau im Privatgarten noch lange nicht geben. Einmal weil der Aufwand und vor allem die Schulung der Mitarbeiter die Betriebe überfordert und noch kein Bedarf darin gesehen wird. Doch wer sein Haus bereits von einem Architekten mit 3D Visualisierung hat entwickeln lassen hat, der will diesen neuen Standard sicher bald auch bei der Gartengestaltung nutzen.

Was unterscheidet Gartenplan-Software zum selbst planen von professioneller Planung?

Garten-Pläne ganz einfach selbst zeichnen für den eigenen Hausgarten, am besten noch in 3D! Das wird bei Softwareverkäufen im Internet versprochen. Das führt aber leider doch nur selten zum Erfolg. Das scheitert oft beim Benutzer schon von Beginn an. Allein die Doppelaufgabe ein Programm zu

Gartengestaltung Helmut Lamprecht

3D Ansicht von links oben.
Neugestaltung des Wohn- und Terrassengartens mit Carport.

verstehen und anzuwenden. Und dann die Erfahrung zu machen, dass es an gestalterisch wichtigen Kenntnissen von Raum, Bautechnik und Pflanzen fehlt. Dass es halt doch nicht funktioniert und man damit keine Ergebnisse produziert, die der Mühe wert gewesen wären. Wie soll das auch funktionieren? Basiert doch gerade Gartenplanung auf großer beruflicher Erfahrung und einem jahrelangen Studium der Pflanzen, Räume und Stil. Ein Händchen für guten Geschmack und Einfühlungsvermögen gehören auch noch dazu. Eine Software ist und bleibt ein Werkzeug, das in den Händen des Fachmanns funktioniert. Wie viele dieser Programme wohl jetzt auf unzähligen Rechnern nutzlos vor sich hin schlummern??

 

 

Voraussetzungen und Kosten für eine 3D- Gartenplanung Dreidimensional

Die Grundlage für eine Gartenplanung ist die Datenerfassung. Das geht bei den vh. Grundstücks- und Hausplänen los. Sowie einer sorgfältigen Bestandsaufnahme der bestehenden Geländeverhältnisse und der angrenzenden Nachbargrundstücke. Liegen bei einem Neubauprojekt diese Daten bereits digital vor, geht es natürlich einfacher und schneller.
Beim Gestalten im freien Raum, muss, anders als bei Gebäuden,

Gartenarchitekt Helmut Lamprecht

Neugestaltung von Haus und Garten. Ansicht von links oben. Komplettansicht

der umgebende Raum erst erschaffen und gestaltet werden. Z. B. Terrasierungen, Treppen, Mauern und Gefällesituationen für die Entwässerung von Flächen. Je organischer und lebendiger ein Garten gestaltet wird, umso höher sind die Anforderungen an den Planer. Viele Gestaltungselemente müssen speziell in 3D für den Garten erschaffen werden. Wo es beim Hausbau schon standardisiert/ automatisierte Werkzeuge gibt, welche für Treppen, Mauern oder Wege etc. im Garten auch wichtige technische Vereinfachungen sind.

Das Arbeiten mit 3D-CAD erfordert vom Gartenplaner eine sehr gute Kenntnis der Software damit der Einsatz eine wirkliche Erleichterung wird. 3D-Planungen, die nicht nur hübsche, fiktive Bilder ohne Nutzen und Substanz produzieren wollen, sind echte und intensive Arbeit am Projekt. Als Lohn bieten sie neben der „Zukunftsschau und dem vorweg genommenen Gartenerlebnis“ die nötigen Daten und Informationen um die Gartengestaltung dann auch wirklich 1:1 umsetzten zu können und gelingen zu lassen.
Da ist es logisch, dass 3D-Planungen, neben dem mehr an Nutzen, Vorteilen, Luxus und Sicherheit für den Kunden, auch mehr Aufwand bedeuten, der natürlich honoriert werden muss.

 

Fazit- Blick in die Zukunft der Gartenplanung

Nicht jede Gartensituation braucht einen 3D-Gartenplan, vieles lässt sich weiterhin mit schnellen Handzeichnungen oder in einfachen 2D-Plänen erfolgreich darstellen. Von Vorteil für den Gartenkunden ist, dass sein Gartenplaner natürlich weiß wie 3D geht und diese Kompetenzen konsequent in seine Arbeit vorteilhaft mit einfließen lässt.

Gartengestaltung Helmut Lamprecht

3D Ansicht von rechts oben.
Neugestaltung des Terrassengartens mit Carport.

Der kreative, der schöpferische Teil der Gartengestaltung– die Inspirationen und Ideen die zu gelungenen, harmonischen Lösungen und einem großem Gartenerlebnis führen, werden auch in absehbarer Zukunft vom erfahrenen Gartenplaner kommen. Einfach weil in diesem komplexen, kreativen Beratungsprozess die Beziehung zwischen Gartenarchitekt und Kunden, von Mensch zu Mensch, durch nichts (bisher Bekanntes) zu ersetzen ist.

 

 

 

* Ein wohl ausgedachter Plan, wenn er ausgeführt dasteht, lässt alles vergessen, was die Mittel, um zu diesem Zweck zu gelangen, Unbequemes mögen gehabt haben.
(Zitat von Johann Wolfgang von Goethe)

** Vectorworks Landschaft http://www.computerworks.de/produkte/vectorworks.html

*** BIM: Der Begriff Building Information Modeling (deutsch: Gebäudedatenmodellierung) beschreibt eine Methode der optimierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden mit Hilfe von Software.
Quelle
 https://de.wikipedia.org/wiki/Building_Information_Modeling

Die kleine Reihe Gartenplanung

Die Kunst der Gartengestaltung

Bei meinen Recherchen bin ich auf einen Artikel meines Kollegen Tjards Wendebourg gestoßen. Darin wird gefragt „Was ist denn nun gute Gartengestaltung?“. Hier seine Antwort:

Natürlich ist Gestaltung auch Geschmackssache. Und natürlich hat sich das ästhetische Empfinden im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte verändert. Zeitgeist und Moden finden sich darin ebenso wieder, wie die gesellschaftlichen und räumlichen Rahmenbedingungen. Nicht umsonst sucht die Landschaftsarchitektur – als Wissenschaft von der Kunst der Gartengestaltung – den „Genius loci“, den Geist des Ortes. Denn wenn sich eine Gestaltung bewerten lässt, dann vielleicht am besten daran, ob es gelungen ist, die entstandene Anlage in den Raum, der sie umgibt, einzubetten, ob Garten, Haus und die weitere Umgebung eine harmonische Einheit bilden.

Gartenplanung Helmut Lamprecht

Leicht schwebt das Holzdeck aus Douglasie über dem Gartenteich.
Die Oberfläche ist gehobelt und nicht behandelt. Das Holz bekommt den feinen Silbergraustich durch die Bewitterung.

Überhaupt hat gute Gestaltung ganz viel mit den Empfindungen des Betrachters zu tun – aber eben auch mit technischen Regeln oder gestalterischen Prinzipien, wie klare räumliche Gliederung, nachvollziehbare Ordnungsprinzipien, deutliche Hierarchien, durchdachte Funktionen, harmonische Proportionen, abgestimmte Farben, wohlgesetzte Akzente, geplante Kontraste und abgestimmte Materialien – all das sind auf der Basis technischer Regeln entwickelte Parameter einer guten Gestaltung. Auch mithilfe dieser Parameter lässt sich sachlich ziemlich gut bestimmen, ob jemand gut gestaltet hat oder nicht.

Bei der Gartengestaltung kommt außerdem eine dynamische Komponente hinzu, die anderen Gestaltungsfächern fehlt: die Entwicklung der Pflanze. Der Urheber einer Idee muss von Beginn an das Wachstum und den jahreszeitlichen Zyklus von Stauden und Gehölzen und die sich daraus ergebenden Veränderungen des Gesamtbilds einplanen. Das steigert den Schwierigkeitsgrad.

Gartengestaltung Helmut Lamprecht

Gelungener Sitzplatz mit Hausbaum, Bambus und Staudenbeeten

Gerade bei der Pflanzenverwendung, aber auch bei Materialkomposition, den Proportionen und der Schlüssigkeit im Bezug der einzelnen Elemente zueinander zeigen viele Anlagen Schwächen. Vieles wirkt wahllos zusammengewürfelt, überdimensioniert oder wenig funktionell. Ganz oft ist es von allem zu viel. Selten ist es harmonisch. Ein Garten kann aus ganz wenigen Elementen bestehen oder opulent gefüllt sein; wichtig ist, dass er in sich schlüssig ist und auf den Betrachter harmonisch wirkt.

Gartengestaltung ist eine Kunst, wie andere Künste auch. Manche Menschen werden mit der Fähigkeit geboren, sie intuitiv zu beherrschen oder besitzen das Gespür, sie sich anzueignen. Manche haben den Ehrgeiz, ihre Grundsätze zu verinnerlichen. Dafür gibt es ausreichend Bücher und Seminare, die hierbei helfen. Es ist auch keine Schande, kein Künstler zu sein. Jeder Mensch ist anders begabt. Wichtig ist lediglich, die Bedeutung guter Gestaltung anzuerkennen und die eigene Gestaltungsleistung ehrlich zu hinterfragen.

Autor: Tjards Wendebourg, Gartenarchitekt und Gatenplaner, verantwortlicher Redakteur der Fachzeitschrift DEGA GALABau,
Auszug aus DEGA 2/2012 www.dega-galabau.de
http://www.gartenberatung.info

Die kleine Reihe Gartenplanung

Gartenplanung Helmut Lamprecht

Seebühne. Der kleine Teich, das romantische Holzdeck und ein phantastischer Ausblick mit Schwarzwald-Panorama bilden eine einzigartige Kulisse für echten Gartengenuß.

Der Genius Loci in der Gartengestaltung

 

Am Anfang einer Gartengestaltung steht der Mensch. Als Kunde mit seinen Wünschen, als Benutzer. Dann gibt es noch den Gartenplaner und seine Ideen und Lösungen und den ausführenden Gärtner.

 

Damit eine Planung gelingen kann, beginnt die, neben dem Menschen, mit dem Ort, dem Garten. Hier nun kommt der Genius Loci ins Spiel. Genius ist nach dem Verständnis der Antike der Gott der Lebenserzeugung. Jeder Mensch hat einen Genius, der ihn schützend begleitet und leitet. Wie der Mensch so hat auch jedes Gemeinwesen und Ort nach dieser Betrachtungsweise seinen Genius- den Genius Loci.

Dieser „Geist des Ortes“ ist nur schwer in Worte zu fassen. Dass es dergleichen gibt wird aber kaum bestritten. Der Geist des Ortes lässt sich aber wissenschaftlich nicht nachweisen und ist deshalb oft den spirituellen Deutungen überlassen. Als schöpferische Mensch erlebe ich es in meiner täglichen Arbeit immer wieder, dass es Ideen und kreative Schritte gibt, die sich nachträglich der analytischen Betrachtung und Analyse entziehen, nennen Sie es Intuition,  Inspiration oder….

Doch auch objektiv können Sie den Genius Loci durch geographische und geschichtliche Bezüge sowie durch klimatische und geologische Rahmenbedingungen ganz praktisch erleben. Als Beispiel stellen Sie sich die Erfahrung vor auf dem leeren Petersplatz in Rom zu stehen oder auf einem hohen Berg mit weitem Blick über Land und Leute zu schauen. Beide Orte werden gänzlich anders erfahren, aber es gibt doch eine räumliche Erfahrung des Ortes.

Gartengestaltung Terrassengarten Helmut Lamprecht, Gartenplaner

Ein Terrassengarten zum Genießen. Die Ausgestaltung romantisch, lebendig und nachhaltig.

Nun wieder zurück zur Gartenplanung. Wie schon die englische Gartengestalterin Gertrud Jekyll forderte, muss jeder Garten einem „Hauptgedanken“ einer Entwurfsidee folgen. Damit ist der schwierig erklärbare Genius Loci in Kombination mit der Idee des Gestalters gemeint.

Ganz praktisch heißt das für mich bei einer neuen Gestaltung den Ort, den Gartenraum einzuatmen, als Ganzes zu erfassen und die Besonderheiten, Stärken und Schwächen zu erkennen. Physisch sind das Dinge wie die Lage, die Himmelsrichtung Nord, Süd, Ost, West oder dazwischen. Die Gebäude die darauf stehen, Einflüsse von außen wie Nachbargebäude mit Fenstern und Türen zum Garten. Bodenformationen wie Böschungen; Mauern, Ebenen etc.. Bäume und Pflanzen die hier wachsen, Umweltbelastungen und deren Folgen sowie Wind, Wetter, Beschattung und Sonne. Alle diese Dinge, Informationen und Einflüsse fasse ich zu einem Ganzen, einem nicht physischem Bildnis des Gartens zusammen.

Darauf gilt es dann planerisch jeweils eine individuelle, passende Antwort, die Entwurfsidee zu finden. Eine sichtbar gewordene Antwort als „Gartenplan“ die den Menschen und dem Ort gerecht wird, so dass beide gewinnen können. Das heißt einen Ausgleich zwischen Mensch und Ort erschaffen der harmonisch und gerecht verläuft und auf vielen „Ebenen“ gleichzeitig geschieht. Den der Mensch gestaltet den Ort und der Ort beeinflusst den Menschen.

Gartentraum vom Gartenplaner Helmut Lamprecht

Hier lässt sich Leben.
Ein Garten, maßgeschneidert auf die Wünsche nach Erholung und südlichem Flair. Schön anzusehen, gut zu pflegen und zu jeder Jahreszeit ein Genuss.

Ist die Gestaltung gelungen erkennen Sie es wieder am Genius Loci, wie dieser Gartenraum, dieser Geist des Ortes als Ganzes auf Sie wirkt. Wird es als stimmig, harmonisch empfunden, so ist es gelungen oder spüren Sie eine manchmal abgestufte Form von Unbehagen und können sich nicht erklären warum?

Im menschlichen Empfinden sind diese „Antennen“ für den Genius Loci oft unterschiedlich ausgeprägt, vielleicht gibt es deshalb diese Verwirrung was empfunden wird und das sprachliche Babylon es verständlich zu formulieren.

Für mich als Gartenplaner ist es immer spannend dem „Geist des Ortes“ nach zu spüren, ihn aufzunehmen und dazu beizutragen dem Menschen und dem Ort gerecht zu werden. Dabei empfinde ich oft dieses Gefühl der Freude und der Demut dabei mitgeholfen zu haben unserer Welt in einen inspirierenden, und/oder schönen, friedlichen, anregenden, beruhigenden, harmonischen oder anders gearteten „Lebensraum“ gestaltet zu haben. Diese Freude und die Freude der Menschen über das Ergebnis sind das wahre Salz in der Suppe meines Berufslebens. Das wollte ich um nichts in meiner Arbeit missen.

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